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Protestkundgebung gegen Bildungsabbau

Die Protestkundgebung gegen den Bildungsabbau im Kanton Aargau war ein Erfolg: “Über 8000 Lehrpersonen und Staatsangestellte” (Aargauer Zeitung Online) haben über alle Schulstufen und auch über verschiedene Berufsgruppen hinweg ein sehr deutliches Zeichen gesetzt gegen die fortlaufende Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen und die damit verbundene fehlende Wertschätzung unserer Arbeit. Wie gesellschaftstragend diese entgegen anderslautender Behauptungen doch ist, wurde ersichtlich an der vorgängigen Aufregung über die Demonstration und die damit verbundene Frage nach der Beschäftigung der Schülerinnen und Schüler am fraglichen Dienstagnachmittag. Es ist eigentlich recht einfach: Ohne einen funktionierenden öffentlichen Dienst geht nichts; der Abbau bei der Bildung bedeutet nicht nur Stillstand wie die heutige Strassensperre auf der Aarauer Bahnhofstrasse, sondern gesamtgesellschaftlichen Rückschritt sowie Raubbau an den Chancen und der Zukunft der Schwächsten und politisch Ungehörten. Auf diese und weitere Auswirkungen des Abbaus bei der Bildung und beim Staatspersonal wurde in verschiedenen Reden aufmerksam gemacht. Groteske Fakten wie der Umstand, dass der Grosse Rat sich selbst von der Parkplatzgebühr, die für das Personal gilt, befreit hat, trafen auf die Sorge von Eltern um die Zukunft ihrer Kinder und die Probleme der anstellenden Behörden bei der Umsetzung von kurzsichtigen Ansätzen, die von ihren Schöpfern mit Unwörtern wie “Leistungsanalyse” oder “Entlastungs-” oder Sanierungsmassnahmen” nur wenig geniessbarer gemacht werden.
Der AMV. war mit unzähligen Ballons und teilnehmenden Mittelschullehrpersonen sehr deutlich präsent: “So nicht!”, fanden und finden die Aargauer Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer damals wie heute, bei der letzten Abbaurunde wie auch bei der aktuellen. “Wir sehen”, wie auf zwei Transparenten stand, tatsächlich “schwarz für die Bildung”, zumindest unter den aktuell gegebenen Umständen. Wir hoffen, sie nicht tatsächlich zu Grabe tragen zu müssen, wie dies heute warnend mittels zweier Särge von einem Teil der Mittelschullehrpersonen bereits symbolisch getan wurde. In diesem Sinne dankt der Vorstand des AMV. allen Unterstützerinnen, allen Unterstützern und allen Teilnehmenden der Protestkundgebung für ihren Einsatz, ihre Zeit und vor allem ihre Bereitschaft, mitzukämpfen für eine gute Bildung im Kanton Aargau.

Auch das Schweizer Radio und Fernsehen berichtete unmittelbar nach der Kundgebung darüber: Artikel wie “Lehrer kämpfen auf der Strasse gegen Kahlschlag” und “Aargauer Lehrerinnen und Kantonsangestellte demonstrierten” zeigen, wie auch die heutige Ausgabe von Schweiz aktuell, sehr schön die Grösse und Wirkung unseres Aufmarsches auf.

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